WILHELMSHAVEN. (mün) Für den Wilhelmshavener THC bleibt die Nordliga ein Himmelfahrtskommando. Dem 0:6-Auftakt bei Klipper Hamburg folgte am Samstag ein 1:5 gegen den Harvestehuder THC.

In der Auftakt-Einzelrunde (0:4) konnte nur WTHC-Spitzenspieler Dominik Bartels seinen Gegner in den Matchtiebreak zwingen, verlor dort aber 5:10. Für den einzigen Punkt sorgte das Doppel Bartels/Pascal Doose, das sich 4:6, 6:3 und 10:7 gegen Marat Deviatiarov und Maximilian Todorov durchsetzte. Die andere WTHC-Paarung (Vladan Vasiljevic/Björn Watermann) unterlag 2:6, 3:6.

„Unser Auftritt war in Ordnung. Dass wir in dieser Konstellation keine Chance haben, war uns klar“, bilanzierte WTHC-Teamchef Vasiljevic, der seine Partie an Position 3 gegen Philipp Storjohann mit 1:6 und 4:6 verlor. „Da war mehr drin. Aber ich habe einfach zu lange gebraucht, um einen Rhythmus zu finden.“

Für die letzten drei Partien der Winterrunde soll jetzt, so Vasiljevic, die Position 4 – dort verlor Ersatzmann Björn Watermann gegen Marco Lange 1:6, 2:6 – verstärkt werden. Dazustoßen sollen die Niederländer Bart van Kampen oder Thijs Buur. „Vielleicht können wir so noch irgendwo einen Punkt mitnehmen, auch wenn es die letzten Gegner alle in sich haben“, hofft der WTHC-Teamchef auch hinsichtlich der größeren Flexibilität in der Besetzung der Doppel.

Top-Tennis sahen die Zuschauer insbesondere im Spitzeneinzel, wo sich Bartels ein sehenswertes Match mit Marat Deviatiarov lieferte. Der 24-jährige Ukrainer, die Nummer 784 der Weltrangliste (479. im Doppel), musste hart kämpfen, um sich durchzusetzen. Vasiljevic: „So gutes Hallentennis war bislang hier nur ganz selten zu sehen. Es gab viele lange Ballwechsel. Im Matchtiebreak hat der Ukrainer dann aber vier Winnerbälle auf der Linie platziert und sich durchgesetzt.“

Der Auftritt der Hamburger wurde ansonsten von den Gastgebern auch dazu genutzt, Kontakte für die Sommerrunde zu knüpfen. Insbesondere Maximilian Todorov, Nummer 93 der aktuellen deutschen Rangliste und gegen Pascal Doose nicht nur wegen seiner „genialen Rückhand“ (Vasiljevic) 6:0 und 6:0-Sieger, hat es dem WTHC-Teamchef angetan. Vasiljevic: „Vielleicht sehen wir den Spieler ja noch einmal wieder – und das nicht im Hamburger Trikot.“