Artikelarchive

Archiv für die Kategorie „Hockey Aktuell“

WILHELMSHAVEN/CC – Trotz toller Aufholjagd hat es für die Hockey-Herren des WTHC im Gastspiel bei GVO Oldenburg nicht zum Sieg gereicht: Der Verbandsligist von der jade musste sich knapp mit 5:6 (3:5) Toren geschlagen geben. Die Gastgeber gingen schell mit 3:0 in Führung, ehe  Christopher Sander  für die Wilhelmshavener mit einem Siebenmeter verkürzte. Patrick Hartmann und Luca Nitz sorgten wenig später sogar für den 3:3-Ausgleich, noch vor der Pause stellten die Oldenburger aber den alten Abstand wieder her (5:3). In der zweiten  Hälfte wurde das Spiel auf beiden Seiten intensiver. Luca Nitz und Christopher Sander nutzten ihre Chancen und glichen für den WTHC erneut aus. Mehr war für die Jadestädter aber nicht drin – die Gastgeber entschieden die umkämpfte Partie durch ein Tor in der Schlussminute knapp mit 6:5 für sich.

POLITIK – Hockey-Anlage im Sportpark FreiligrathstraĂźe kostet 500 000 Euro

Maik Michalski und Martin MĂĽnzberger

Der WTHC soll einen finanziellen Beitrag zum neuen Hockeyplatz leisten. Durch die Investition mĂĽssen andere Projekte bei GGS um ein Jahr verschoben werden.

WILHELMSHAVEN. Der Wilhelmshavener Tennis- und Hockeyclub (WTHC) kann sich berechtigte Hoffnungen machen, dass die Stadt im kommenden Jahr für 500 000 Euro einen Kunstrasenplatz (Kurzflor) für den Hockeysport im Sportpark Freiligrathstraße baut.

Diesen Beitrag weiterlesen »

500 000 Euro soll der Platz an der Freiligrath­straße kosten. Er könnte auch für den Schulsport genutzt werden.

WILHELMSHAVEN /GA/MÜN - Wilhelmshaven wird aller Voraussicht nach Hockey-Stadt bleiben. Eine große Ratsmehrheit hat gestern einen gemeinsamen Antrag für den Bau eines Kunstrasenplatzes für den Hockeysport auf dem Gelände des Sportparks Freiligrathstraße auf den Weg gebracht.

In dem von Stephan Hellwig (Gruppe CDU/WBV), Howard Jacques (SPD) und Michael von den Berg (Gruppe Grün-Unabhängig-Sozial) unterzeichneten Papier plädieren die Politiker für den Bau eines für Hockey geeigneten Kurzflor-Kunstrasenplatzes, der für den Vereins- und Schulsport genutzt werden könnte. Dafür soll in den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS) für das Wirtschaftsjahr 2018 eine Summe von 500 000 Euro bereit gestellt werden.

Bisher nutzen die Hockey-Spieler des Wilhelmshavener Tennis- und Hockey-Clubs (WTHC) gemeinsam mit Fußballspielern einen Kunstrasenplatz an der Plauenstraße. Dieser Platz ist abgängig und soll nach Beschlusslage der Stadt durch einen Langflor-Kunstrasenplatz ersetzt werden, auf dem kein Hockey gespielt werden kann.

CDU/WBV, SPD und GUS gehen bei ihrem Antrag davon aus, dass der WTHC sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an den Baukosten für den Platz beteiligt. Denkbar wäre die Übertragung eines vereinseigenen Grundstückes an die Stadt.

Die Politiker versprechen sich von einem neuen Hockeyplatz an der Freiligrath­straße auch Impulse für den Schulsport. So könnte das Hockeyfeld unter anderem auch von den Schülern des in der Nähe gelegenen Neuen Gymnasiums genutzt werden.

Noch im Mai hatte ein Antrag von CDU/WBV zum Bau eines Hockeyplatzes kontroverse Debatten ausgelöst. Die Gruppe hatte ihren Antrag daraufhin zurückgezogen. Dem neuerlichen, mit SPD und GUS abgestimmten Vorstoß dürfte eine Mehrheit in den städtischen Gremien sicher sein. Eine Beratung in den Fachausschüssen und im Rat der Stadt kann aber erst im August stattfinden.

Beim WTHC zeigte man sich erfreut und erleichtert über die Entwicklung. Abteilungsleiter Mirco Kappler. „Mit dem von uns schon gegenüber dem Verband erklärten Verzicht auf Heimspiele könnten wir Teile der Bauphase überbrücken. Je früher der Platz fertig ist, desto besser wäre das aber natürlich für uns.“

Im letzten Heimspiel der WTHC auf dem Gelände des Vfl Wilhelmshaven konnte man sich gegen den Bremer Hockey Club mit 1:0 durchsetzen. In einer umkämpften Partie hatten die Gäste mehr vom Spiel, jedoch konnten die Gastgeber die Offensivbemühungen frühzeitig unterbinden. Hadern musste man mit der eigenen Offensive, da man die Angriffe nicht gut herausspielte und die eigenen Torchancen nicht nutzte. Die hohen Temperaturen spielten den Wilhelmshavenern mit zunehmendem Spielverlauf in die Karten. Durch wenige Fehler im Aufbau konnte man die Bremer viel ins Laufen zwingen, sodass sie konditionell abbauten. Beiden Mannschaften standen defensiv weiter sehr gut, sodass es mit einem 0:0 in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel kamen beide Seiten jetzt zu gefährlicheren Tormöglichkeiten. Nach einem schnell ausgeführten Freischlag herrschte kurzzeitig Unordnung im Schusskreis der Gastmannschaft, dies nutze Luca Nitz aus und konnte den Ball am Gästetorwart vorbei zum 1:0 einschieben. Mit der knappen Führung im Rücken setzte man nun auf Konter, die aber teilweise zu ungenau ausgespielt wurden, wodurch man den Ballbesitz schnell wieder her gab. Die Bremer drängten weiter auf den Ausgleich und bekamen in der 60. Minute einen 7-Meter zugesprochen, den der Wilhelmshavener Torhüter parieren konnte. Am Ende feierten die Wilhelmshavener aufgrund einer sehr guten Defensivarbeit ihren letzten Erfolg auf dem Vfl-Platz und müssen nun hoffen, dass im nächsten Jahr ein fertiger oder anderer Platz für sie zu Verfügung gestellt wird.

„Bleibt Wilhelmshaven eine Hockey-Stadt?“ fragt Gerd Abeldt in seinem Kommentar zu den „Würfelrunden um den Kunstrasenplatz: Er verweist darauf, dass ein im „Sportpark an der Freiligrathstraße möglicherweise entstehender Hockeyplatz eine Chance bieten würde: Durch die Nähe zum Neuen Gymnasium ließen sich womöglich mehr junge Menschen für diesen Sport begeistern.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Trainer Mirco Kappler bestreitet mit Verbandsligist WTHC das letzte Heimspiel im Stadtnorden

Um 17 Uhr wird die Partie gegen Bremen angepfiffen. Seinen Sport hat der 38-jährige Volkswirt in Berlin kennengelernt.
MARTIN MĂśNZBERGER
Mirco Kappler ist seit einem Jahr Abteilungsleiter der Hockey-Sparte des Wilhelmshavener THC. Am Sonntag bestreitet der 38-Jährige mit seinem Team, das er gleichzeitig trainiert, das letzte Heimspiel des WTHC an der Plauenstraße. WZ-FOTO:LÜBBE

WILHELMSHAVEN - Etwas Besonderes ist nicht geplant, wenn die Hockeyspieler des Wilhelmshavener THC am Sonntag um 17 Uhr ihr letztes Pflichtspiel auf dem Kunstrasen-Platz an der Plauenstraße bestreiten. Mirco Kappler, Trainer des Teams und gleichzeitig Abteilungsleiter der WTHC-Hockeysparte: „Etwas zu Grabe zu tragen, erscheint mir zu makaber zu sein. Und ein Fest zu feiern? Das passt irgendwie auch nicht zum Anlass.“

Also wird es aller Voraussicht nach „nur“ ein Verbandsliga-Hockeyspiel geben. Eines zwar, dass bei einem Sieg noch die Möglichkeit eröffnet, am Ende der Spielzeit (ein weiterer Spieltag steht anschließend noch aus) in der Sechser-Staffel den zweiten Platz zu belegen. Doch der hat keine Auswirkungen. Aufstiegsspiele zur Oberliga bestreitet nur der Meister im Vergleich der Tabellenführer der Landesverbände Bremen und Niedersachsen.

Dass sich die WTHC-Spieler von der Plauenstraße verabschieden müssen, steht seit der vergangenen Woche fest. Da wurde im Rat wie berichtet ein Antrag zurückgezogen, den Kunstrasenplatz trotz eines gültigen Ratsbeschlusses aus dem Vorjahr nicht mit einem neuen Langflor-Belag auszustatten, sondern mit einem Kurzflor, der auch den Hockeyspielern ermöglicht hätte, dort weiter zu spielen.

Die mögliche Zukunft der WTHC-Hockeyspieler könnte jetzt im Sportpark Freiligrath­straße liegen. Stephan Hellwig (CDU) hat einen Vorstoß für die Ratssitzung am 14. Juni angekündigt, der den Bau eines Hockeyplatzes dort zum Inhalt hat. Das Problem sind die Kosten: 500 000 Euro soll eine entsprechende Anlage unter dem Strich kosten.

Mirco Kappler, vor fünf Jahren aus Berlin nach Wilhelmshaven gekommen und mittlerweile in Sande wohnhaft, hat die zurückliegenden Diskussionen verfolgt. Echte Überraschungen waren für den 38-jährigen gelernten Volkswirt, der als Verkäufer bei Sande Stahlguss arbeitet, nicht dabei.

Verwunderung löste eher der Ausgangspunkt des Konflikts aus, der zwischen zwei Extremen pendelt. Erstens: Braucht ein Fußball-Breitensport-Verein wie der VfL, der die Plauenstraße nutzt, einen Langflor-Belag, damit ihm nicht die Mitglieder weglaufen? Und zweitens: Sind 500 000 Euro für 70 Mitglieder in einer Herren- und zwei Jugendmannschaften nicht ganz schön viel Geld?

Mirco Kappler also zäumt das Pferd von hinten auf. „In Bremen und zum Beispiel bei GVO Oldenburg gibt es bewässerte Kurzflor-Kunstrasenplätze, die Fußball und Hockeyspieler seit Jahren problemlos gemeinsam nutzen. Insofern habe ich die VfL-Widerstände nie so ganz verstanden.“

Mit einer möglichen Zukunft an der Freiligrathstraße könnte der WTHC-Trainer aber sehr gut leben. „Das wäre eine Chance für uns. Wir könnten ganz anders trainieren – und damit auch wieder neue Mitglieder gewinnen. In F’groden waren wir nicht so verwurzelt. Und im Sportpark wäre auch die räumliche Nähe zum Vereinsgelände am Ölhafendamm gegeben.“

Die bisherige Situation für die Hockeyspieler war unbefriedigend. In den vergangenen Jahren standen nur am Montag Trainingsstunden für alle Teams zur Verfügung – insbesondere für die zumeist am Sonntag aktiven Herren ein extrem ungünstiger Termin. Kappler: „Nur einmal in der Woche Training – das ist ein absoluter Wettbewerbs-Nachteil. Dafür haben wir eine wirklich gute Saison gespielt. Hätten wir künftig bessere Rahmenbedingungen, könnten wir auch wieder in die Kindergärten und Schulen gehen, und das Ganze vernünftig von unten aufbauen.“

Optimale Hockey-Verhältnisse kennt der 38-jährige dreifache Familienvater aus seiner Zeit beim Berliner SC, wo Kappler als Aktiver einmal Regionalliga- und in der Hallensaison auch Zweitliga-Luft schnupperte sowie Nachwuchs-Mannschaften im Verein trainierte. Und auch von Verletzungen ist der defensive Mittelfeldspieler bislang verschont geblieben. „Hockey ist aber auch nicht gefährlich. Dafür aber ein vielseitiger Sport, bei dem Kinder sehr schnell sehr viel Spaß haben können und bei dem ihnen beigebracht wird, Rücksicht aufeinander zu nehmen.“

Damit solche Tugenden und der Hockeysport an sich in der Jadestadt weiterleben können, wollen die WTHC-Verantwortlichen die weiteren Diskussionen konstruktiv begleiten – inklusive des Angebots, wie berichtet Teile des Vereinsgeländes zu veräußern und so mit rund 100 000 Euro zur Finanzierung eines neuen Platzes beizutragen.

Um in der Übergangszeit sportlich überleben zu können, haben die WTHC-Verantwortlichen in dieser Woche beim Bremer Verband einen Antrag gestellt, in der kommenden Saison komplett auf das Heimrecht zu verzichten. Geprüft wird weiterhin die Möglichkeit, in der 4. Einfahrt und am Falkenweg in Sande zu trainieren.

Zurückgenommen hat die Gruppe CDU/WBV ihren Antrag, den Ratsbeschluss zur Erneuerung des Oberbelages auf dem städtischen Kunstrasenplatz an der Plauenstraße aufzuheben. Dort soll ein sogenannter Langflor-Kunstrasen verlegt werden, den lediglich die Fußballer des VfL nutzen sollen.

Die Hockeyspieler im WTHC, die bisher den Platz an der Plauenstraße benutzt haben, benötigen einen Kurzflorbelag. So schreibt es deren Verband vor. Der Sprecher der Gruppe CDU/WBV, Stephan Hellwig, kündigte an, für die nächste Ratssitzung einen Antrag zu stellen, auf dem Gelände des Sportparks Freiligrathstraße einen Hockeyplatz zu bauen, um diese Sportart in Wilhelmshaven zu erhalten. Ein solcher Platz dürfte nach Berechnungen der Verwaltung bis zu knapp 500 00 Euro kosten.

Zum Artikel „Hockeysport soll weiter Perspektive haben“ (WZ vom 13. Mai)

Nach der Abstimmung des Sportausschusses ĂĽber den CDU/WBV-Antrag zum Kunstrasen an der PlauenstraĂźe steht der Hockeysport in unserer Stadt vor dem Aus.

Ein breites Sportangebot ist ein Standortfaktor. Das kann für mögliche neue Stadtbürger entscheidend sein. Hockey gibt es geografisch erst wieder in Oldenburg.

Wir haben im WTHC Studenten von der Jade Hochschule, die – trotz eines Elternhauses in Oldenburg – hier wohnen. Wir haben Akademiker, die vielleicht nicht hier wohnten und arbeiteten, wenn es kein ­Hockey gäbe. Ich persönlich musste einst entscheiden: „Varel oder Wilhelmshaven“. Die Möglichkeit, hier Hockey zu spielen, war ein wichtiger Punkt auf der Pro-Wilhelmshaven-Seite. Das breite, vielfältige Sportangebot bereichert die Stadt ungemein. Daher sollte keine Sportart derart „aufgegeben“ werden.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Zum Artikel „Bei Stopp der Vergabe droht Schadensersatz“ (WZ vom 12. Mai)

Mit Erschrecken habe ich die Mehrheitsentscheidung im Sportausschuss zur Kenntnis genommen. Die Sportvielfalt wird einmal mehr der Bedienung von Partikularinteressen geopfert. Sinnvoll und rational ist die Entscheidung des Rates vom Juni 2016 nicht. Ganz offen gibt das auch Ratsherr Michael von Teichman zu Protokoll. Dennoch stimmte er aus Prinzip („Verlässlichkeit der Politik“) diesmal für den Langflor ab und damit für eine weitere Konzentration der sportlichen Monokultur. Das irritiert mich doch sehr und ist in meinen Augen blanker Hohn.

Diesen Beitrag weiterlesen »