Oberliga:  WTHC  -    TSV Havelse     2:4

GD. Eine ganz bittere 2:4-Niederlage mussten die 1. Herren des WTHC im Heimspiel gegen den TSV Havelse in der Tennis-Oberliga einstecken. Gegen die Hannoveraner klebte den Jadestädtern dabei reichlich Pech an den Schlägern.

Begonnen hatte alles vor zwei Wochen, als ein Sattelzug bei Sande von der A 29 stürzte und dabei mehrere PKW in drei Auffahrunfälle verwickelte. Für das Herrenteam des WTHC hatte dies die negative Bedeutung, dass ihre Nr. 1 Yannick Staschen unglücklich darin verstrickt wurde und somit gegen das wichtige Match nicht einsatzfähig war. Mannschaftsführer Vladan Vasiljevic gelang es zwar noch, das Team mit dem Polen Kamil Gajewski und dem Niederländer Thijs Buur zu verstärken. Damit war das Fehler von Staschen aber nicht vollständig kompensiert, weil zudem Jonas Lichte auf die Position eins rücken musste. Das Spiel nahm für die Gastgeber zu Beginn einen erfolgversprechenden Verlauf. Gewohnt zuverlässig ließ Buur in seinem Einzel nichts anbrennen. Mit einem souveränen 6:1/ 6:2-Erfolg brachte er die WTHCer mühelos mit 1:0 in Führung. Parallel dazu schien Gajewski gegen den Havelser Christian Oberwemmer  auf dem Weg zum 2. Punktgewinn für die Gastgeber zu sein. Das 7:6 im 1.Satz schien dies zu bestätigen. Ein vermeidbares Break von Oberwemmer im 2. Satz (4:6) gab dem Match aber eine andere Richtung. Im Match-Tiebreak reichten dem unglücklich agierenden Polen mehrere Möglichkeiten dann leider nicht zum Sieg (8:10). Anschließend lieferten sich der WTHCer Jonas Lichte und die Nr. 1 der Gäste Torben Otto ein in jeder Hinsicht herausragendes Match, so wie es das in der Halle am Ölhafendamm möglicherweise noch nicht zu sehen gab. Nach einem 7:5-Erfolg im 1. Satz schien ein Sieg für Lichte machbar. Aber Otto hatte zunehmend immer bessere Antworten selbst auf die schwierigsten Schläge, sodass die Begegnung mit 6:2 und 10:6 im Match-Tiebreak für Otto zu Ende ging. Obwohl Adrian Meyer in beiden Sätzen gegen Julian Schneider führte, ging auch dieser Einzelpunkt mit 5:7/ 5:7 eher überraschend an die Gäste. „Ich habe heute leider nicht meine Bestform abrufen können“, zog ein enttäuschter Meyer Bilanz. Durch dem 1:3-Rückstand mussten beide Doppel unbedingt gewonnen werden, um wenigstens noch eine Punkteteilung zu retten. Das gelang Meyer/ Buur mit 6:1/ 7:5  zunächst recht eindeutig. Ein wahres Feuerwerk entfachten im 1. Doppel die Havelser Otto/ Oberwemmer, sodass die Toppaarung des WTHC Lichte/ Gajewski zwar über lange Strecken sehr ansehnlich dagegenhielten, die 5:7/ 3:6-Niederlage jedoch nicht verhindern konnten. „Wir haben unseren treuen Zuschauern über weite Strecken sehr sehenswertes Tennis geboten, wobei das Einzel zwischen Lichte und Otto ein absoluter Höhepunkt war. Aber ohne Yannick Staschen war diese Begegnung wohl nicht zu gewinnen. Klar war zudem auch, dass unsere Serie von 19 Siegen in Folge irgendwann einmal zu Ende gehen musste. Dieses Mal war das Glück – wie vorher so oft – nicht auf unserer Seite! Den Titelkampf in der Oberliga werden wir dennoch nicht aufgeben.“