TENNIS – Tennis Regionalliga-Aufsteiger WTHC verliert beim Club zur Vahr mit 3:6

Carsten Conrads

Knackpunkt war die zweite Einzelrunde, in der die Gäste leer ausgingen. In den Doppeln war der 2:4-Rückstand nicht mehr aufzuholen. WILHELMSHAVEN. Erste Saisonniederlage für die Tennis-Herren des WTHC: Nach zwei Auftaktsiegen über Klipper Hamburg und Blau-Weiß Berlin zog der Regionalliga-Aufsteiger gestern beim Club zur Vahr in Bremen mit 3:6 den Kürzeren.

„Eine unglĂĽckliche Niederlage“, fasste WTHC-Kapitän Vladan Vasiljevic die Partie zusammen. „In den entscheidenden Momenten hat uns auch das nötige Quäntchen GlĂĽck gefehlt.“ Nach der ersten Einzelrunde war die Welt aus Sicht der Gäste noch in Ordnung: Michal Konecny (6:4, 6:1) und Nerman Fatic (6:2, 6:7; 11:9) gewannen ihre Matches an den Positionen 2 und 4 und brachten den WTHC mit 2:1 in FĂĽhrung – Jonas Lichte (6) hatte in Duell mit dem Kroaten Dino Marcan beim 2:6 und 2:6 nur wenig zu bestellen. Knackpunkt war dann die zweite Einzelrunde, in der die Gäste komplett leer ausgingen.

„Ich hatten den Sieg von David Sanz an Positon 3 fest eingeplant“, sagte Vasiljevic.

„Leider hatte er aber nicht seinen besten Tag und ging gesundheitlich angeschlagen ins Spiel.“ Deshalb konnte der Spanier die 6:7, 7:5 und 6:10-Niederlage gegen Felix Samsel nicht anwenden. Da auch Oriol Roca (in einem furiosen Spitzeneinzel) und Yannick Staschen ihren starken Gegnern Miljan Zekic und Mauro Piras gratulieren mussten, hieß es nach dem Einzeln 2:4.

Eine schlechte Ausgangsposition fĂĽr die Gäste, die sich vor allem in der Doppeln berechtigte Chancen ausgerechnet hatten. Die Bremer aber nutzten die Gunst der Stunde und stellten mit Zekic/Marcan eine „unbezwingbare“ Paarung auf, die gegen Konecny/Fatic den siegbringenden fĂĽnften Punkt holte und dem WTHC damit die erste Sommer-Niederlage seit vier Jahren beibrachte. „Davon geht die Welt nicht unter, aber unsere Chancen auf den Staffelsieg haben sich daurch natĂĽrlich nicht verbessert“, sagte Vasiljevic – vor allem mit Blick auf den glatten 8:1-Erfolg vom Oldenburger TeV ĂĽber Klipper Hamburg. „In der Spieldifferenz sind uns die Oldenburger leider schon etwas enteilt, so dass der OTeV schon zwei Partien verlieren mĂĽsste. Das ist nicht unmöglich, aber wir brauchen SchĂĽtzenhilfe, wenn wir am Ende die Nase vorn haben wollen.“