Trotz Lockerung: Spielbetrieb liegt noch in weiter Ferne

TENNIS - Sommersaison in der 2. Bundesliga bereits abgesagt – Regionalliga-Herren 40 der JTG dürfen wieder hoffen.
[2020-05-06]
Trotz Lockerung: Spielbetrieb liegt noch in weiter Ferne

WILHELMSHAVEN. (mün/CC) In den höchsten deutschen Tennis-Spielklassen wurde die Sommerrunde bereits abgesagt. Darunter hoffen viele aber noch, in den kommenden Wochen oder Monaten – trotz Corona – aufschlagen zu dürfen. Dies wäre In Niedersachsen frühestens ab dem 14. Juni möglich, zumindest in der Theorie.

2. Bundesliga: Am 12. Juli wollte der Wilhelmshavener THC mit dem Heimspiel gegen Iserlohn in seine zweite Sommersaison in der 2. Bundesliga Nord starten. Mittlerweile ist klar: Auf Grund der Corona-Pandemie fällt die Spielzeit ins Wasser, alle neun Teams sind 2021 wieder mit dabei.

Für Teamchef Vladan Vasiljevic kam die Absage durch den Deutschen Tennis-Bund (DTB) nicht überraschend. „Wir hatten im Vorfeld eine DTB-Anfrage und sollten Stellung beziehen. Da war bis zum Start zwar noch etwas Zeit, aber es hat sich abgezeichnet, dass in der 1. und 2. Liga nicht gespielt werden kann.“

Viel Arbeit für die Tonne – so oder ähnlich dürften viele Leidensgenossen des WTHC-Teamchefs gedacht haben, die lange am Aufstellungs- und Flug-Puzzle insbesondere wegen der ausländischen Top-Spieler gearbeitet hatten. Vasiljevic: „Das Team stand fest und hätte gute Chancen gehabt, um den Titel mitzuspielen. Gerade gegen die Top-Teams aus Essen und Aachen wären wir in Bestbesetzung aufgelaufen.“

Und die hätte sich sehen lassen können – u.a. mit den Winter-Punktgaranten Tim Nekic und Yannick Staschen an den Positionen 5 und 6. An der Spitze der Setzliste wurde beim WTHC der Niederländer Tim van Rijhthoven geführt, zu dem der Kontakt über einen Spielervermittler zustande kam, der auch für das ATP-Turnier in Halle (Westfalen) arbeitet. Dahinter wäre es noch internationaler geworden: Der in Cordoba (Argentinien) geborene Italiener Facundo Arguello (27) hatte vor seiner Knie-OP an den Top 100 der Welt gekratzt und wird aktuell auf Position 337 geführt.

Dahinter folgen zwei gute Bekannte aus dem Vorjahr: Der Spanier Oriol Roca-Batalla und vor allem Nerman Fatic (Bosnien) waren Publikumslieblinge am Ölhafendamm. Roca-Batalla umschmeichelte den Ball, Fatic wollte ihn zerstören. Über den Spanier kam auch der Kontakt zu Nicolas Alvarez Varona (19) zustande, der aus der Tennis-Akademie von Rafael Nadal stammt. Komplettiert hätten den breit aufgestellten Kader der Tscheche Pavel Nejeedly (27), der Franzose Tak Khunn Wang, Niels Lootsma (Niederlande), Laurent Rochette (Frankreich) und mit Pedro Vives Marcos ein weiterer spanischer Nachwuchsspieler.


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