Nachwuchs steht in den Startlöchern

TENNIS - Jugendklassen nehmen Spielbetrieb auf – Vereine melden deutlich weniger Mannschaften Carsten Conrads Die Corona-Pandemie sorgt für einen deutlich abgespeckten Tennis-Sommer 2020. „Auch wir mussten umplanen“ sagt WTHC-Jugendwartin Gaby Dornbusch. WILHELMSHAVEN. Am Wochenende wird die Tennis-Sommerrunde (auf Sparflamme) fortgesetzt: In einigen Staffeln – zum Beispiel in der Regionalliga Herren 40 – stehen die ersten Matches nach der ferienbedingten Pause auf dem Programm. Außerdem legt der Nachwuchs los, hier wird ab sofort in verschiedenen Alters- und Spielklassen um d
[2020-08-21]
Nachwuchs steht in den Startlöchern
Doch genau wie bei den Erwachsenen, gab es auch im Jugendbereich erhebliche Einbußen. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden deutlich weniger Mannschaften gemeldet, manche Staffeln wurden daraufhin komplett abgesagt, andere kurzerhand zusammengelegt. „Es gibt Vereine, die in diesem Sommer überhaupt nicht auftauchen“, sagt Gaby Dornbusch, langjährige Jugendwartin beim WTHC. „Das ist durchaus nachvollziehbar. Gerade kleinere Clubs können die Corona-Auflagen personell einfach nicht erfüllen.“

Der WTHC zählt nicht dazu und schickt ab diesem Wochenende immerhin noch sechs Jugendmannschaften – von den Junioren A bis U 10 – an den Start. „Damit sind auch wir weit von dem entfernt, was wir eigentlich könnten“, gibt Dornbusch zu. „Aufgrund der Corona-Pandemie mussten aber auch wir umplanen. Viele Eltern wollten ihre Kindern nicht dem Risiko aussetzen und verzichten auf den Sommer 2020. Und die Mannschaften, die wir gemeldet haben, sind personell äußerst großzügig aufgestellt. Für den Fall der Fälle.“

Tennis im Sommer 2020 – keine einfache Geschichte: In Zeiten des Lockdowns wagte niemand, an einen geregelten Spielbetrieb auch nur zu denken. So wurden die höchsten Spielklassen im Deutschen Tennis-Bund (DTB) schon im April wegen fehlender Planungssicherheit abgepfiffen. Zu früh, glaubten manche. Die aktuelle Entwicklung aber zeigt, dass die Verantwortlichen richtig entschieden haben, weil der Großteil der Spieler aus dem europäischen Ausland oder gar aus Südamerika hätte anreisen müssen.

Nach Öffnung der Außenplätze und später auch der Hallen gab es dann Anfang Mai plötzlich doch wieder berechtigte Hoffnung auf einen Tennis-Sommer 2o20. „Das Meldeverfahren verlief dann aber etwas unglücklich“, sagt Dornbusch. Richtig: Am Tag des Meldeschlusses waren Doppel sowohl in Niedersachsen als auch in Bremen noch behördlich untersagt. „Daraufhin haben viele Vereine ihre Teams zurückgezogen“, so Dornbusch weiter. „Gerade in den Altersklassen spielen die Doppel, aber auch die Geselligkeit an sich eine große Rolle. Das gilt auch für den WTHC.“

Als die Landesregierungen dann nur wenige Tage später auch Doppel wieder erlaubten, hätten sich viele die Chance zur Nachmeldung gewünscht. Die gab es aber nicht. Rund 60 Prozent der Teams hatten zu diesem Zeitpunkt schon zurückgezogen. Dornbusch: „Vielleicht ein Fehler der Verantwortlichen. Auf der anderen Seite hatte man den Saisonstart ja schon mehrfach verschoben. Eine Nachmeldefrist hätte hier für zusätzlichen Zeitdruck gesorgt. Durchaus nachvollziehbar.“

Unter den sechs WTHC-Jugendteams sind vier (vom DTB ausdrücklich empfohlene) Vierermannschaften. Nur die Juniorinnen A II und die Junioren U 10 sind als Zweierteam am Start. Dabei kommen auf Roman Gisbrecht, Niko Gauzel und Paul Svoboda in der Großfeld-Liga „Green“ nicht nur starke Gegner (u.a. Buxtehude. Club zur Vahr oder Bremer TV), sondern auch einige Reisekilometer zu.


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