Höfken freut sich über „inklusives Profil“

TENNIS - Para-Tenniswoche beim WTHC – Bundestrainer begrüßte 18 Teilnehmer WILHELMSHAVEN. (CC) Sichtlich zufrieden zeigte sich der Jadestädter Niklas Höfken, Bundestrainer im Deutschen Tennis-Bund (DTB) für Sportler mit Behinderungen, gestern nach Abschluss des inklusiven Tennis-Camps auf den Plätzen des WTHC. 18 blinde oder sehbehinderte Tennisspieler trainierten eine Woche lang am Ölhafendamm, um sich unter anderem auf die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende im westfälischen Löhne vorzubereiten.
[2020-08-22]
Höfken freut sich über „inklusives Profil“
DTB-Bundestrainer Niklas Hfken gab dem Friedeburger Rollstuhltennis-Spieler Markus  Wasmund am lhafendamm wertvolle Tipps   WZ-FOTO Gabriel-Jrgens
DTB-Bundestrainer Niklas Höfken gab dem Friedeburger Rollstuhltennis-Spieler Markus Wasmund am Ölhafendamm wertvolle Tipps. WZ-FOTO: Gabriel-Jürgens

„Die Resonanz war absolut top“, sagte Höfken mit Blick auf die 18 Teilnehmer, die aus ganz Deutschland (u. a. aus München, Berlin oder Köln) an die Jade gereist waren. Parallel zu diesem DTB-Lehrgang hatte der WTHC seinen Nachwuchs zum traditionellen Sommerferien-Camp geladen. Anders als üblich, übernachteten die 21 Teilnehmer in diesem Jahr aber zu Hause.

Teil der Para-Tenniswoche am Ölhafendamm war auch eine Schnupperstunde im Rollstuhl- oder Blindentennis, die am Mittwoch zwei Aktive auf den Court gelockt hatte. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagte Höfken. „Es gibt sicherlich noch mehr Interessierte, aber viele trauen sich bei so offiziellen Schnupperstunden nicht aus Deckung, weil sie Angst haben, plötzlich im Fokus zu stehen“, so der Bundestrainer weiter. „Aber ich freue mich, dass mein Heimatverein WTHC inzwischen ein inklusives Profil entwickelt hat.“

Einer der Rollstuhltennis-Spieler war der Friedeburger Markus Wasmund, dem nicht nur Höfken eine große Zukunft in dieser Sportart prognostiziert. „Das Interessante bei Markus ist, dass er Tennis schon als laufender Mensch gespielt hat“, sagt der Coach. „Seine Schläge sind einzigartig, da kann ihm so schnell keiner das Wasser reichen. Wäre wir im ‚normalen’ Tennis, würde ich sagen, er braucht noch einen Athletiktrainer. Der Platz ist groß, Bewegungen im Rollstuhl müssen explosiv erfolgen, um die Bälle zu erreichen. Hier gibt es sicher noch etwas Nachholbedarf.“

Dass Wasmund ein Großer der Szene werden kann, bewies er zuletzt bei einem Turnier in Bremen, das Teil der Rollstuhltennis-Raceserie des DTB ist. Der Friedeburger gewann die Konkurrenz souverän und gilt auch bei der nächsten Station in Köln am 5. und 6. September als Favorit.


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